WiLD! am HLG

Probenbesuch und Premiere – Impressionen

Wer hat das nicht schon einmal selbst so empfunden? Der Unterricht zieht an einem vorbei, man kann sich einfach nicht konzentrieren, weil einem „summsummsumm“ alles Mögliche durch den Kopf schwirrt. Wie soll man sich da korrekt verhalten, so wie es sich die Lehrer wünschen? Manchmal möchte man aufstehen und schreien oder WILD durchs Klassenzimmer rennen. Wieso nimmt mich keiner ernst? Nimmt mich überhaupt jemand wahr? Wer versteht mich eigentlich wirklich? Dazu kommen vielleicht noch Probleme außerhalb der Schule. Vielleicht auch zuhause, wo die Eltern oft mit sich selbst und ihren Sorgen beschäftigt sind. All das und noch viel mehr ist Thema in dem Ein-Personen-Stück „Wild“ von Evan Placey, das in dieser Saison vom Stadtheater Fürth als Klassenzimmerstück – sprich das Theater kommt an die Schule und direkt ins Klassenzimmer – aufgeführt wird.

Die Klasse 7a hatte mit ihrem Lehrer Herrn Kartscher am 11. Oktober nun die einmalige Chance bei den letzten Proben live dabei sein zu dürfen und einen Teil der Inszenierung vorab zu sehen. Danach konnten die Schüler*innen direkt ihre Meinung, viel Lob und Fragen anbringen. Das Regie-Team, der herausragende Schauspieler Boris Keil (übrigens ein Eigengewächs vom HLG!) und Theaterpädagoge Johannes Beissel lauschten gespannt, was die jungen Zuschauer zu sagen hatten und nahmen dankbar einiges mit auf den Weg, was vielleicht sogar noch in die Inszenierung mit eingebracht wird. Alle waren sich aber einig: Ein tolles Stück, das man unbedingt ansehen sollte.

Inzwischen hatte das Stück Premiere bei uns am Haus und wurde sowohl von den Zuschauern – Theaterklasse 5 –  sowie von der Presse richtig gefeiert. Im Nachgespräch zeigte sich das junge Publikum beeindruckt und nachdenklich – ein Thema, das bewegt. Boris Keil erlangte mit seinem Auftritt bei der Theaterklasse 5 regelrechten Kult-Status und durfte sich am Ende über zahlreiche Autogrammanfragen freuen.

Kritik der FN vom 23.10.18