Von der Begegnung mit Medusa und einem Drachen in Chomutov

Vor langer Zeit lebte eine Frau, die Medusa hieß. Sie arbeitete hart als Verkäuferin bei Lidl und war sehr unglücklich. Eines Tages stellte das Universum sie vor eine gewaltige Aufgabe: Sie musste sich zwischen zwei Kelchen entscheiden …

Was anmutet wie eine etwas eigenwillige Geschichte, ist das Resultat unserer Stadtführung in Prag und der Zusammenarbeit deutsch-tschechischer Schülerpaare. In der Nerudastraße Prag sind die Häuser mit unterschiedlichen Symbolen versehen (z. B. goldenes Rad, Schlüssel, Adler, Medusa, Kelche …). Und die sollen der Legende nach nachts zum Leben erwachen. Das taten sie dann auch einen Tag später in unserem Schulprojekt, bei dem wir uns zu diesen Symbolen Geschichten überlegt haben.

Dazu passte dann auch, dass wir einem gigantischen Drachen begegnet sind, der sich dann aber glücklicherweise  als harmlose Maschine zum Abbau von Braunkohle herausgestellt hat. Fasziniert von der Größe waren wir dann auch vom Obertagebau – so ein riesiges Gebiet! Unsere Souvenirs haben wir bei einer Führung durch eine Porzellanmanufaktur dann noch selbst hergestellt. Diese wurde 1794 von Graf von Thun gegründet und produziert 60 % ihrer Ware für das Ausland – darunter auch für IKEA. Ohne dass ihr es wisst, könntet ihr also eine Tasse made in Chomutov in eurem Schrank haben.

Neben unserem selbst gemachten Geschirr nehmen wir bleibende Eindrücke, neue Freundschaften und den Kontakt zu lieb gewonnenen Gastfamilien mit nach Deutschland – den wir sicherlich noch weit über unseren Schüleraustausch hinaus halten wollen.

Schüleraustausch vom 16. bis 20. September in Chomutov / Tschechien, gefördert vom Bayerischen Jugendring.

 

Impressionen: