Wie kommt die Bowlingkugel in den Pazifik?

Katja Brandis liest im Rahmen des Fürther Lesefrühlings am HLG

Was wäre wenn …

Die Müllstrudel in den Ozeanen weiter zunähmen, sodass das Fischen des Plastiks als lohnenswerter Erwerb des eigenen Lebensunterhaltes angesehen werden könnte? Und auch reiche Unternehmer in dieses Geschäft einstiegen?

Auf dieser Zukunftsbeschreibung basiert Katja Brandis’ Jugendroman „Floaters”. Mit exakt abgestimmten Fotos, die beispielsweise Schiffstypen und Geisternetze zeigen, begleitet Brandis ihre Lesung vor den Acht- und Neuntklässlern. Für „Floaters” war sie nicht nur in Bibliotheken und meeresbiologischen Instituten unterwegs, sogar die Forschungsreise eines Eisbrechers konnte sie ins antarktische Meer begleiten. Dass sich ein Kaffeebecher aus Styropor erst in 50 Jahren abbaut und man bei einer Einweg-Plastikflasche von 500 Jahren ausgeht, lernen die Schüler anschließend einzuschätzen. Dass an der Verschmutzung Vögel, Fische und weitere Meeresbewohner sterben, wird an drastischen Bildern klar.

Auch auf Fragen zur eigenen Schreibbiographie geht Katja Brandis ein und veranschaulicht den Weg von der Idee über das Manuskript bis hin zur Zusammenarbeit mit dem Verlag. Sie ermuntert die Schüler, eigene Buchprojekte auch nach Rückschlägen weiter zu verfolgen und signiert fleißig Autogrammkarten und Jugendbücher.

Ah ja, die Bowlingkugel: Sie könnte von einem Flugzeugträger ins Meer katapultiert worden sein oder als Kanonenkugel von Hobbygeschützbauern an der amerikanischen Küste abgefeuert worden sein – das ist wohl ein beliebter Zeitvertreib.