Bio-Lebensmittel – hergestellt am HLG!

Nachhaltige Herstellung von Lebensmittel sowie deren Verwendung steht immer mehr im Fokus des heutigen Lebens. Nur wie ist das, speziell in einer Stadt, die viele Tausend Menschen beherbergt, möglich?

Mit dem FoodCube!

 

ABER WAS IST EIN FOODCUBE?

Entwickelt und getestet wurde das System durch das UrbanLab© unter der Leitung von Uli Hirschmüller. UrbanLab© ist eine gemeinnützige Unternehmergesellschaft, deren Ziel es ist, Bürger:Innen dafür zu begeistern, ihre Stadt selbst zu gestalten. Beim FoodCube handelt es sich um ein modulares System aus Aquakultur und Hydrokultur schafft ein kleines autonomes Ökosystem (Aquaponik): Fische ernähren sich von Pflanzen, Pflanzen werden durch die Ausscheidungen der Fische gedüngt. Ein Filter mit Biofilm (nitrifizierende Bakterien) wandelt die aus den Ausscheidungen der Fische resultierende Ammonium-Ionen in Nitrit- / Nitrat-Ionen um; dieses wird durch die Pflanzen als Stickstoffquelle aufgenommen und dem Wasserkreislauf entzogen und damit das Wasser gereinigt. Ammonium-Ionen sind, wie auch sich bildende Nitrit. und Nitrat-Ionen ein Gift für Fische, da diese Substanzen die Sauerstoff-Aufnahmefähigkeit der Kiemen beeinträchtigt. Hohe Gehalte an diesen Stoffen führt zum Ersticken der Tiere. Ergänzend dazu übermittelt ein Sensorkit (O2-Gehalt, Wassertemperatur, Gehalt an Nitrit- und Nitrat-Ionen) die Wasserdaten an eine Cloud und macht das System smart!; durch Auswertung der Daten kann dann, wenn nötig, in das Ökosystem vorsichtig und behutsam eingegriffen werden.

REALISATION DES FOODCUBES:

Wir bauten mit der Unterstützung von Uli Hirschmüller und Team von UrbanLab© den FoodCube innerhalb von drei Nachmittagen auf: Zuerst stellten wir die Halteprofile mit den horizontalen Beeten auf; gefolgt davon setzten wir das Aquarium in die Profile ein. In der zweiten Phase befüllten wir das Aquarium mit Wasser, setzten den FoodCube elektronisch in Gang und bepflanzten die angeschlossenen Beete. Im letzten Schritt kamen die Fische in das Aquarium. Nun galt es zu überprüfen, ob das System auch funktionierte (siehe Abbildung).

WIE GEHT ES WEITER?

Durch das finanzielle Invest (Spende vom Elternbeirat, Helene e.V. und Rotary Club Fürth) ist der FoodCube nun Bestandteil der Schulfamilie des Helene-Lange-Gymnasiums. Daher wird er planmäßig nach der Winterruhe neu gestartet. Dies verläuft folgender Maßen:

Im Frühjahr wird der FoodCube aufgebaut: Pflanzen und Fische werden eingesetzt, das System kalibriert und gestartet. Höhepunkt bildet das Auflösen des FoodCubes im Herbst. Gezogene, kultivierte Pflanzen (Salate, Gemüse, Kräuter) werden geerntet. Auch die den FoodCube besiedelten Fische werden gefangen, geschlachtet und in der Schulküche, gemeinsam mit dem P-Seminar „Gesunde Ernährung“ zubereitet und verkostet. Alternativ können die Produkte auch bei Schulveranstaltungen angeboten werden. Ende Oktober wird der FoodCube gereinigt und winterfest gemacht.

 

 

 

Durch die intensive Beschäftigung mit dem Thema Nachhaltigkeit ist es uns mit Hilfe von Unterstützung durch UrbanLabs gelungen, ein autoregulatives-autarkes System zu bauen, welches die Lebensmittelproduktion in die Stadt, in jeden Hinterhof geholt werden kann, um, mit geringem finanziellem Aufwand, jeder Haushalt eigenständig Lebensmittel in Bio-Qualität zu erzeugen.

 

Wir danken den Unterstützern des FoodCubes: Elternbeirat des HLGs, Helene e.V. und Rotary Club Fürth.

Nico Köhlich, Elias Schreyl, Robin Vollath und Dr. Dominik Müller