Die JUNIORWAHL am HLG –  Demokratie hautnah erleben

Authentische Bedingungen: Wahlvorstand, Wahlbenachrichtigung, Wahlbüro, Stimmzettel des Wahlkreises Fürth, Wahlkabinen und Wahlurne – Ergebnisse weichen z.T. erheblich von denen der Bundestagswahl ab –

 

Spannende Erfahrung für Schüler*innen aus den 9., 10. und 11. Klassen

„Es war echt interessant, zu erleben, wie so eine Wahl tatsächlich abläuft, man fühlt sich gut vorbereitet, wenn man bald wirklich wählen darf“, meinte eine Schülerin aus der Q11. Einer anderen war der Aspekt wichtig, dass man mit seiner Stimmabgabe schließlich auch an einer repräsentativen Umfrage teilnimmt: „ Es ist einfach spannend, am Wahlabend der Bundestagswahl auch das bundesweite Ergebnis der Juniorwahl abrufen zu können und so einen Vergleich ziehen zu können, wie Jüngere gewählt hätten!“ Und die Schüler*innen der Kl. 9d/e? Die wissen schon jetzt, wie die Bundestagswahl abläuft, wieviele Stimmen man hat und welche wahltaktischen Überlegungen die Stimmabgabe beeinflussen.

 

Bundesweites Projekt zur Förderung der Demokratie

Knapp eine Million Schüler*innen haben dieses Jahr an 3490 Schulen in ganz Deutschland bei der Juniorwahl mitgemacht und auch das Helene-Lange-Gymnasium war dabei: Alle Schüler*innen der

Q11 sowie die beiden Klassen 10d und 10f des sozialwissenschaftlichen Zweiges hatten wenige Tage vor der Bundestagswahl die Möglichkeit, mit originalgetreuen Stimmzetteln des Wahlkreises 243 – Fürth ihre Favoriten bei den Direktkandidaten sowie den Parteien anzukreuzen.

 

Schüler*innen organisieren alles rund um den Wahlakt

Damit alles reibungslos und vor allem möglichst authentisch ablaufen konnte, hatte sich die Klasse 9d/e aus dem sozialwissenschaftlichen Zweig bereit erklärt, für die Organisation des Wahlaktes Verantwortung zu übernehmen. Sie füllten die Wählerverzeichnisse sowie die Wahlbenachrichtigungen aus, die anschließend an die Wahlberechtigten ausgegeben wurden. Ein Team aus Wahlvorstand, Schriftführer*in und Wahlhelfer*innen kontrollierte im eigens eingerichteten Wahlbüro die jungen Wähler*innen am Tag der Wahl mittels Benachrichtigung und Ausweis, ehe diese einen Stimmzettel erhielten und in den Wahlkabinen ihre Kreuzchen setzen und den Stimmzettel in der aufgestellten – und versiegelten – Wahlurne versenken durften.

 

Jugendliche würden anders wählen

Nach zweimaliger Auszählung ergab sich ein Ergebnis, das doch um einiges vom Wahlergebnis der Bundestagswahl 2017 abweicht.

Am HLG errang Carsten Träger (SPD) mit 31,77 Prozent der Stimmen klar das Direktmandat, während bei den Wahlen zum Dt. Bundestag Christian Schmidt (CSU) erfolgreich war. Schmidt lag bei den HLGler*innen mit 15,88 Prozent auf Platz 3 hinter Uwe Kekeritz (GRÜNE), der 25,23 Prozent erreichte.

Auch bei den Zweitstimmen entschieden sich die jungen Wähler*innen auffällig anders als die tatsächlichen Bundestagswähler.

So errangen die GRÜNEN hier mit 32,71 Prozent ein überwältigendes Ergebnis im Vergleich zu den 8,9 Prozent bei den Bundestagswahlen. Es folgen SPD (HLG: 18,69 % / BT 20,5 %), CSU (HLG 12,14 / BT 33 %), LINKE (HLG 10,28 % / BT 9,2 %), und FDP (HLG 5,60% / BT 10,7%). Die AfD bekam bei den jungen Wähler*innen am HLG (HLG 6,54 % / BT 12,6 %) ähnlich wenig Stimmen wie bei den Zahlen der Juniorwahl für Gesamtdeutschland (6 %).

Mit der Wahlbeteiligung lag das HLG mit 61,49 Prozent zwar unter dem der gesamtdeutschen Juniorwahl (83,1 %), dies dürfte aber darauf zurückzuführen sein, dass wir den gesamten Wahlvorgang möglichst echt gestaltet haben, also z. B. nicht in den Klassen / Kursen gewählt wurde.

 

Weitere Informationen: nordbayern.de 22.09.2017