Antonia Michaelis liest am HLG

Die Nacht der gefangenen Träume …”

Eine Schule, in der die Noten der Schüler mit dem Eintritt immer besser werden? … Traumhafte Vor­stellung! Bei der Gedichtinterpretation „[des] Panther[s]” schreiben alle dieselben Ideen auf und erhalten dafür unglaublich gute Zensuren; außer Frederic, er ist neu an der Schule. Ihm fällt auf, dass hier irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht. So verfolgt er die Spur seiner fantasielosen Mit­schüler und kommt Direktor Bruhns und seinen Gehilfen aus dem Kollegium auf die Schliche. Sie rau­ben ihren Schülern nachts die Träume, halten diese gefangen und ersetzen sie in den Köpfen der Kinder mit Pudding. – Eine zugleich hintersinnige, aufregende und lustige Lektüre, die schon nach der kurzen Vorstellung durch Antonia Michaelis die Siebtklässler gepackt hatte. In zwei von drei Lesun­gen wählten sie deshalb Antonia Michaelis’ Buch „Die Nacht der gefangenen Träume” in die End­runde. Noch spannender aber auch trauriger und mit greifbarem Bezug zur Realität wurden „Die Worte der weißen Königin” präsentiert. Lion lebt gut mit seinem Vater zusammen, bis dieser ar­beitslos wird, immer mehr Alkohol trinkt und gewalttätig wird. Lion bleibt nur die Flucht … weg vom Vater und in Gedanken in eine Welt der Worte …

Dazu einige Impressionen der Klasse 7e

Als sie nach der Abstimmung anfing, hat mich das Buch total gefesselt. Außerdem hat Antonia Mi­chaelis so gut mit Mimik und Gestik gearbeitet. Einfach unglaublich. Sie hat für jeden einzelnen Cha­rakter eine andere Stimme benutzt und man konnte sich sehr gut in das Buch oder die Situation rein­versetzen. Nach dieser Stunde war ich traurig, dass die Zeit vorbei ist und ich bin sehr gespannt, wie das Buch endet und vor allem weitergeht. Sie war sympathisch und nett. Man muss sowas ausprobie­ren! War sehr cool! Julia

[…] Dieses Gefühl, dass du deine eigenen Bücher vorstellst, hat mir total gefallen. Ich mochte auch sehr, dass sie über so viele verschiedene Themen schreibt und dass sie so viel [in der] Welt [herum]gekommen ist und trotzdem jetzt in einem kleinen Ort an der Ostsee ihre Bücher verfasst. […] Bei dem Buch war es bei mir so, dass ich mir viel detaillierter als sonst das Geschehen, den Ort und die Personen und die ganze Stimmung vorgestellt habe. Mir haben auch die Zusammenhänge gefallen, [… d]ie Bezeichnung „schwarzer König“ für den Vater fand ich auch sehr passend. Man hat gemerkt, dass das Sachen im Buch waren, dir ihr im echten Leben auffallen. nn

Anfangs hätte ich lieber ein anderes Buch gelesen, aber als sie anfing zu lesen, war ich höchst er­staunt. Sie lief im ganzen Raum hin und her und machte dabei die verschiedensten Bewegungen. Ich konnte mich richtig in die Geschichte hineinversetzen und habe richtig mitgefühlt. Die Autorin selber hat mich sehr beeindruckt […, so]dass ich viel mehr Bücher lesen sollte und dass ich auf jeden Fall mehr über die Autorin erfahren möchte. Isabella

 

Schließlich entführte Antonia Michaelis uns Zuhörer und Beobachter in den „Wolfsgarten” –  in ein Buch voller Abenteuer und Anspielungen. Zwei Freunde nehmen in einem für sie bald unüberwind­baren, verwunschenen Garten Herausforderungen an und treffen auf wilde Kinder…

Nach den einzelnen Lesungen, die im Rahmen des 13. Fürther Lesefrühlings stattfanden, unterzeich­nete die Autorin Autogrammkarten und schrieb Widmungen in die erworbenen Bücher. Außerdem beantwortete Frau Michaelis Fragen der Schüler und Lehrer. Alle Ideen für ihre Bücher entstehen aus dem Alltag sowie dem Erlebten während der vielen Auslandsaufenthalte. Antonia Michaelis schreibt über das „Sousreale”: „Es liegt in einer verborgenen Schicht direkt unter der sichtbaren Oberfläche; ab und zu kann man es spüren, wenn die Oberfläche dort Wellen schlägt, und manchmal, aber nur sehr selten, wird es sichtbar.” Weil ihr der Alltag stän­dig neue Inspiration liefert, können wir uns auf viele weitere Bücher von Antonia Michaelis freuen!